Krankentagegeld & Praxisausfallversicherung: Das perfekte Zusammenspiel für Zahnärzt:innen
Wer eine Zahnarztpraxis gründet oder übernimmt, trägt Verantwortung – für Patient:innen, für das Team und für die eigene wirtschaftliche Existenz. Was dabei oft unterschätzt wird: das Risiko eines eigenen Ausfalls.
Denn während viele Risiken in der Praxis gut kalkulierbar sind, gilt für eines eine einfache Wahrheit:
Wenn Sie selbst ausfallen, steht der gesamte wirtschaftliche Motor still – die Kosten laufen aber weiter.
Wenn der Behandler ausfällt, kippt die Wirtschaftlichkeit sofort
In der Zahnarztpraxis hängt der Umsatz unmittelbar an der eigenen Arbeitskraft. Fällt diese weg – durch Krankheit, Unfall oder sogar Quarantäne – entsteht sofort ein massiver finanzieller Druck.
Ein realistisches Bild aus der Praxis:
Der tägliche Umsatz liegt häufig zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Gleichzeitig laufen die Fixkosten unverändert weiter. Allein die Personalkosten bewegen sich schnell bei rund 25.000 bis 30.000 Euro monatlich. Hinzu kommen Miete, Nebenkosten, Leasingraten für Geräte, Versicherungen und Finanzierungskosten.
Unterm Strich:
→ und das ist nur die betriebliche Seite
Privat kommen weitere Belastungen hinzu: Immobilienfinanzierung oder Miete, Beiträge zur privaten Krankenversicherung und die laufenden Lebenshaltungskosten. Auch hier sind 3.500 bis 5.000 Euro monatlich keine Seltenheit.
Das bedeutet:
Ein längerer Ausfall ist kein Komfortproblem – sondern ein existenzielles Risiko.
Wie schnell sich die Situation zuspitzt
In der Realität reicht die Liquidität vieler Praxen für wenige Wochen. Danach beginnt sich die finanzielle Belastung Monat für Monat aufzubauen – oft schneller, als es zunächst wirkt.
Verschieben Sie den Regler und sehen Sie, wie schnell sich die laufenden Praxiskosten über mehrere Monate zu einem erheblichen Jahresrisiko aufsummieren.
Monat 1 ist grün markiert und steht beispielhaft für eine Phase, die häufig noch durch Rücklagen abgefedert werden kann.
Warum sich die Spielregeln seit 2009 verändert haben
Ein entscheidender Wendepunkt war ein Urteil des Bundesfinanzhof aus dem Jahr 2009.
Bis dahin konnten Beiträge zur Praxisausfallversicherung steuerlich geltend gemacht werden. Mit dem Urteil entfiel dieser Vorteil – im Gegenzug wurden die Leistungen steuerfrei gestellt.
Das hat den Markt nachhaltig verändert.
Seitdem haben mehrere Versicherer ihre Krankentagegeld-Tarife angepasst. Heute ist es bei ausgewählten Anbietern möglich, nicht nur den entgangenen Gewinn, sondern auch die laufenden Praxiskosten über Krankentagegeld abzusichern.
Das ist ein zentraler Baustein moderner Absicherungsstrategien.
Zwei Welten: Krankentagegeld und Praxisausfallversicherung
Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, stößt man zwangsläufig auf zwei Lösungen: Krankentagegeld und Praxisausfallversicherung. Beide haben ihre Berechtigung – aber sie funktionieren grundlegend unterschiedlich.
Beim Krankentagegeld handelt es sich um eine klassische Krankenversicherung. Anbieter wie DKV, Hallesche, Barmenia, Inter oder auch Allianz zahlen im Leistungsfall einen fest vereinbarten Tagessatz.
Der große Vorteil:
Das Geld wird ohne Nachweis einzelner Kosten ausgezahlt und kann flexibel eingesetzt werden – für Praxis, privat oder beides.
Zudem gilt:
Der Versicherer hat kein Sonderkündigungsrecht, selbst wenn ein längerer Leistungsfall eintritt.
Wichtig ist allerdings die Tarifgestaltung. Nicht jeder Anbieter erlaubt die Absicherung der Praxiskosten. Bei der AXA beispielsweise kann im Krankentagegeld nur der Gewinn abgesichert werden.
Die Praxisausfallversicherung funktioniert anders. Sie ist rechtlich eine Sachversicherung und ersetzt konkret entstandene Kosten.
Das bedeutet in der Praxis:
-
Kosten müssen im Leistungsfall nachgewiesen werden
-
Leistungen sind häufig auf maximal 12 Monate begrenzt
-
und: Der Versicherer kann nach einem Schaden kündigen
Gerade dieser letzte Punkt wird oft unterschätzt. Wer einmal einen großen Leistungsfall hatte, kann im schlechtesten Fall danach ohne Schutz dastehen.
Der oft unterschätzte Schlüssel: Der DKV-Rahmenvertrag
Ein besonders relevanter Baustein ist der Rahmenvertrag der DKV mit verschiedenen Zahnärztekammern.
Dieser bietet zwei entscheidende Vorteile:
-
Annahmezwang (keine klassische Gesundheitsprüfung im üblichen Sinne)
-
Leistungen von bis zu 520 Euro pro Tag (≈ 15.600 Euro monatlich)
Gerade für Praxisinhaber:innen ist das ein enormer Hebel.
Wichtig zu wissen:
Nicht jeder Makler hat Zugriff auf diesen Rahmenvertrag.
Wir können diesen Zugang in der Beratung berücksichtigen.
Die eigentliche Lösung: Ein durchdachtes Zusammenspiel
Die optimale Absicherung besteht nicht aus einem einzelnen Produkt, sondern aus einer klaren Strategie.
Der erste Schritt ist immer ein Blick auf die eigenen Rücklagen. In den meisten Fällen reicht die Liquidität aus, um etwa drei bis fünf Wochen zu überbrücken.
Genau hier setzt die Strukturierung des Krankentagegeldes an.
Statt hohe Beiträge für einen sofortigen Leistungsbeginn zu zahlen, wird das Krankentagegeld gestaffelt aufgebaut. Ein erster Baustein beginnt beispielsweise ab der dritten Woche und deckt einen Teil der Kosten ab – etwa über den DKV-Rahmenvertrag. Ein weiterer Tarif startet später und ergänzt die Leistung.
So entsteht Stück für Stück eine Absicherung, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch beitragsoptimiert ist.
Ein einzelner Versicherer reicht dabei in der Regel nicht aus. Wer monatliche Kosten von 40.000 oder 50.000 Euro absichern möchte, muss mehrere Anbieter kombinieren.
Erst wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind – oder wenn gesundheitliche Einschränkungen den Zugang zum Krankentagegeld erschweren – kommt die Praxisausfallversicherung ins Spiel.
Dann allerdings gezielt und mit einer wichtigen Bedingung:
Der Verzicht auf das Kündigungsrecht sollte unbedingt vereinbart werden, auch wenn das einen Mehrbeitrag bedeutet.
Der Übergang zur Berufsunfähigkeit
Sowohl Krankentagegeld als auch Praxisausfallversicherung haben eine klare Grenze.
Sie leisten nur, solange eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit besteht.
Wird daraus eine dauerhafte Einschränkung, also eine Berufsunfähigkeit, enden die Zahlungen. Spätestens dann stellt sich die Frage nach der Zukunft der Praxis – häufig verbunden mit einem Verkauf.
Ab diesem Zeitpunkt übernimmt eine andere Absicherung: die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sorgt dafür, dass die privaten Lebenshaltungskosten langfristig gedeckt sind.
Fazit: Nicht das Produkt entscheidet – sondern die Struktur
Viele Zahnärzt:innen sichern sich punktuell ab – oft mit einer Praxisausfallversicherung. Das wirkt auf den ersten Blick logisch, greift aber häufig zu kurz.
Die bessere Lösung liegt in einer Kombination:
-
Ein sauber aufgebautes Krankentagegeld als Basis
-
Eine durchdachte Staffelung
-
Die Kombination mehrerer Anbieter
-
und eine Praxisausfallversicherung als gezielte Ergänzung
So entsteht ein System, das nicht nur theoretisch gut aussieht, sondern im Ernstfall auch wirklich trägt.
Und wie sieht das konkret bei Ihnen aus?
Jede Praxis hat eine andere Kostenstruktur, andere Rücklagen und andere Voraussetzungen.
Genau deshalb lohnt sich ein individueller Blick:
-
Wie lange tragen Ihre Rücklagen wirklich?
-
Welche Höhe sollte Ihr Krankentagegeld haben?
-
Und welche Kombination ist sinnvoll erreichbar?
Wenn Sie möchten, schauen wir uns das gemeinsam an – strukturiert, verständlich und auf Ihre Situation zugeschnitten.
Oder kontaktieren Sie uns unter:
Telefon: 040 63702248
WhatsApp: 0151 19191119
E-Mail: post@zaevers.de
Wir freuen uns darauf, Sie zu unterstützen!
Haben Sie Fragen?
Gerne bieten wir Ihnen innerhalb unser Geschäftszeiten auch eine persönliche Beratung per Telefon,
E-Mail oder Kontaktformular an.
Ich kann nur sagen, dass ich vom ZAEVERS Team beeindruckt bin. Nicht nur sind sie sehr freundlich und zuvorkommend, sondern sie verstehen wirklich ihr Handwerk!

Die persönliche Beratung war für mich goldwert! Vielen Dank!

Klare und direkte Kommunikation mit erfrischendem Humor

Herr Waldtmann und sein Team haben mir bei allen Versicherungsfragen rund um unsere Praxis ausgezeichnet geholfen. Ihre Expertise und Freundlichkeit sind unschlagbar.

Immer erreichbar und immer ein offenes Ohr. Klasse!
